EU-KI-Verordnung: die Frist rückt, die Pflicht bleibt

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EU-KI-Verordnung: die Frist rückt, die Pflicht bleibt

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Der Digital Omnibus verschiebt die Hochrisiko-Pflichten der EU-KI-Verordnung auf Dezember 2027. Transparenzpflichten, Aufsicht und die KI-Kompetenzpflicht bleiben davon unberührt — aus dem Aufschub wird nur dann ein Vorteil, wenn der Vorlauf genutzt wird.

Der sogenannte Digital Omnibus ist beschlossen: Das Europäische Parlament stimmte am 16. Juni 2026 zu, der Rat am 29. Juni 2026. Damit verschieben sich die Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III der EU-KI-Verordnung vom 2. August 2026 auf den 2. Dezember 2027; für Hochrisiko-KI in regulierten Produkten (Anhang I) gilt künftig der 2. August 2028. Was dabei leicht untergeht: Der 2. August 2026 bleibt trotzdem ein Datum mit Wirkung. Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 — Menschen müssen erkennen können, dass sie mit einem KI-System sprechen, künstlich erzeugte Inhalte müssen gekennzeichnet sein — greifen an diesem Tag, ebenso die Durchsetzung der Pflichten für universelle KI-Modelle und die Aufsichts- und Sanktionsarchitektur. Und die Pflicht zu ausreichender KI-Kompetenz der Beschäftigten (Artikel 4) gilt ohnehin unverändert seit dem 2. Februar 2025.

Für Unternehmen heißt das: Es entsteht Luft, aber keine Pause. Wer die gewonnenen 16 Monate als Aufschub liest, verliert sie; wer sie als Vorlauf nutzt, verschafft sich einen selten gewordenen Vorteil — nämlich Vorbereitung ohne Zeitdruck. Der Kern der Aufgabe ist ohnehin keine juristische, sondern eine Frage der Übersicht: Welche KI-Systeme laufen im Haus, wer verantwortet sie, und wer entscheidet über Einsatz, Prüfung und Abschaltung? Genau hier setzt digitale Fitness an — handlungsfähig bleiben, wenn sich der Rahmen ändert. Betroffen ist vor allem, ob Strukturen und Verantwortung tragen, im Digital-Fitness-Framework von ConnectiveX die Dimension Values & Organization.

Worauf es ankommt:

  • Die Verschiebung betrifft nur den Hochrisiko-Teil. Transparenz, Kompetenzpflicht und Aufsicht laufen weiter — die eigene Planung entsprechend trennen.
  • Den Vorlauf für das nutzen, was ohnehin ansteht: eine belastbare Übersicht über die real eingesetzten KI-Werkzeuge, inklusive der still eingeführten.
  • Verantwortung benennen, bevor der nächste Anwendungsfall dazukommt — sonst wird aus 16 Monaten Vorlauf wieder ein Endspurt.

Praktisch beginnen Sie mit der Tool-Transparenz (INF-02): ein sanktionsfreies Inventar, das zeigt, welche KI-Werkzeuge im Alltag wirklich genutzt werden. Darauf setzt die Rollen- & Entscheidungsrechte-Klärung (VAL-01) auf — festhalten, wer über Einsatz und Abschaltung eines Systems entscheidet. Beide lassen sich einzeln starten; das Inventar zuerst, die Rollenklärung, sobald die Liste steht. Wo Sie heute stehen, zeigt der Digital-Fitness-Quickcheck.

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Trotz sorgfältiger Bearbeitung können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Mehr zur Transparenz