Souveräne Alternativen laufen im Echtbetrieb — 5.000 Arbeitsplätze machen den Anfang

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Souveräne Alternativen laufen im Echtbetrieb — 5.000 Arbeitsplätze machen den Anfang

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Mecklenburg-Vorpommern migriert die Landesverwaltung von SharePoint auf Nextcloud — die ersten 5.000 von über 50.000 Arbeitsplätzen laufen seit Anfang Juli 2026 produktiv. Das Kommando Cyber der Schweizer Armee wechselt bis Oktober 2026 auf openDesk. Digitale Souveränität wird damit vom Vorhaben zum Regelbetrieb.

Mecklenburg-Vorpommern hat Anfang Juli 2026 damit begonnen, die Landesverwaltung von Microsoft SharePoint auf die Open-Source-Plattform Nextcloud umzustellen. Die ersten 5.000 Landesbediensteten arbeiten produktiv damit, Zielgröße sind über 50.000 Arbeitsplätze; den Rollout steuert der landeseigene IT-Dienstleister DVZ M-V GmbH. Finanzminister Heiko Geue nennt als Gründe die digitale Souveränität und Kosteneinsparungen auf mittlere und lange Sicht. Fast gleichzeitig kündigte das Kommando Cyber der Schweizer Armee an, alle Mitarbeitenden bis Oktober 2026 auf openDesk des deutschen Zentrums für Digitale Souveränität umzustellen — begründet mit dem US Cloud Act, den Vorgaben für klassifizierte Dokumente und den Lizenzkosten.

Das Bemerkenswerte ist nicht die Absicht, sondern der Zustand: Hier laufen keine Pilotprojekte, sondern Regelbetriebe. Damit verschiebt sich die Frage für jede Organisation von „gibt es eine Alternative?" zu „was wäre bei uns nötig, um sie zu nutzen?". Rückenwind kommt aus der Beschaffung: Seit dem 1. Juli 2026 erlaubt das Vergabebeschleunigungsgesetz öffentlichen Auftraggebern, Souveränitätskriterien in Softwareausschreibungen stärker zu gewichten. Für die Handlungsfähigkeit einer Organisation zählt vor allem eines — zu wissen, welche Abhängigkeiten man hat und welche man ablösen könnte. Das betrifft im Digital-Fitness-Framework von ConnectiveX direkt die technische Basis, also die Frage, ob die eigene Systemlandschaft Veränderungen mitgeht, statt sie zu blockieren; digitale Fitness heißt hier schlicht: handlungsfähig bleiben, wenn andere über die eigenen Werkzeuge entscheiden.

Worauf es ankommt

  • Ein Ausweichpfad ist keine Grundsatzentscheidung, sondern eine Inventarfrage: Welche Anwendungen tragen kritische Prozesse, welche Daten hängen daran, welche Verbindung ließe sich im Ernstfall trennen?
  • Ersetzbarkeit ist planbar geworden. Die Migrationen in Schwerin und Bern zeigen, dass Größenordnungen von tausenden Arbeitsplätzen in Etappen zu schaffen sind — mit einem Betreiber, der den Rollout verantwortet.
  • Souveränität rechnet sich nur mit Zahlen. Beide Beteiligten nennen Kosten ausdrücklich als Motiv — die Prüfung lohnt also auch dort, wo die politische Dimension keine Rolle spielt.

Konkret arbeiten Sie diese Fragen mit zwei Aktivierungsbausteinen von ConnectiveX ab: INF-06 Bebauungs- & Schnittstellen-Steuerung bewertet Ihre Anwendungslandschaft nach Wert, Risiko und Lebenszyklus und markiert die riskanten Verbindungen, sodass eine erste Ablöse- oder Absicherungsentscheidung fällt statt aufgeschoben wird. INF-05 Architektur-Leitplanken hält in fünf bis acht Prinzipien fest, worauf Sie künftig setzen — etwa offene Schnittstellen und Datenexport als Bedingung —, damit die nächste Beschaffung diese Frage nicht neu verhandelt. Beginnen Sie mit dem Inventar, wenn niemand die Abhängigkeiten vollständig benennen kann, und nehmen Sie die Leitplanken dazu, sobald die erste Entscheidung ansteht. Wo Ihre Organisation über die fünf Bereiche des Frameworks heute steht, zeigt der Quickcheck in wenigen Minuten.

Quellen

  • Mecklenburg-Vorpommern ersetzt SharePoint durch Nextcloud: Deskmodder, 03.07.2026 · Rollout-Nachbericht
  • Kommando Cyber der Schweizer Armee steigt aus Microsoft Office aus: Netzwoche, 13.07.2026 · inside-it, 13.07.2026
  • Vergabebeschleunigungsgesetz und digitale Souveränität in der öffentlichen Beschaffung: cosinex, 21.05.2026
  • Lünendonk: „Digitale Souveränität — Vom Risiko zur Resilienz", 17.03.2026: Meldung (Kontextbeleg: 83 % halten eine einseitige Abschaltung kritischer Cloud-Services für realistisch, nur 57 % haben eine Exit-Strategie)

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