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Veränderungsbereitschaft gilt vielerorts als Charaktereigenschaft: Man hat sie oder eben nicht. Eine neue Auswertung des Fraunhofer HNFIZ („Der Mensch in der Transformation", 13.07.2026) widerspricht dem. Aus 528 wissenschaftlich untersuchten Einflussfaktoren, verdichtet auf 31 Schlüsselfaktoren, zieht das Team einen klaren Schluss: Transformationsfähigkeit ist kein festes Persönlichkeitsmerkmal, sondern lässt sich gezielt aufbauen — durch Training, Begleitung und vor allem das richtige Umfeld. Das ist die gute Nachricht hinter einer unbequemen Zahl: Laut Deloitte halten 85 Prozent der Führungskräfte Anpassungsfähigkeit für geschäftskritisch, aber nur 7 Prozent unterstützen ihre Leute dabei ausreichend.
Worauf es ankommt
- Vom Recruiting zur Gestaltung: Wer weiß, dass Wandelfähigkeit aufbaubar ist, gestaltet die Bedingungen — statt auf die „richtigen Persönlichkeiten" zu warten.
- Erlernbare Hebel: psychologisches Kapital (Zuversicht, Selbstwirksamkeit, Widerstandskraft), Umgang mit Mehrdeutigkeit, Lernorientierung — alles trainierbar.
- Umfeld entscheidet: Vertrauen, Führungsqualität, Beteiligung und psychologische Sicherheit fördern oder ersticken dieselbe Fähigkeit.
Eine ausführliche Einordnung steht in der Studienbesprechung im Hub.
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